Recensie voor Bluesnews ( Duits
Bluesmagazine) door Karl Leitner; vertaling
Mariëlla Tirotto
& the Blues Federation
Somewhere down the road
(Eigen beheer, 64:43)
Das Debütalbum der
niederländischen Sängerin Mariella Tirotto und ihrer
Band The Blues Foundation ist eine wirklich gelungene Angelegenheit.
Nicht nur, dass die Halbitalienerin über eine freche, ganz und
gar unbescheidene Rock- und Bluesstimme verfügt, nein,vor
allem in den langsamen Titeln des Albums spürt man auch
deutlich die dahinter liegende Ausstrahlung. Und sie kann auch Jazz
singen, wie sie an einigen Stellen der CD beweist.
Neben ein paar
Nummern aus der Feder von Harry Muskee (Cuby & The Blizzards)
hat sie das gesamte Album selbst
betextet, und zwar mit sehr engagierten Lyrics, in denen es um
Kapitalismuskritik, westliche Ignoranz gegenüber der Not der
Welt, Wohlstandsdepressionen, Tierquälerei und die Sehnsucht
nach unbeschwerten
Kindertagen geht und zur Abwechslung mal nur ganz am Rande um
Beziehungsfragen. Man sollte freilich trotz des eindeutigen Blickfangs
Mariella Tirotto nicht ihre Band vergessen, die sie in jeder Hinsicht
fachmännisch unterstützt.
Funky Blues mit
Bläsern, Bluesrock, Latin, lasziver Barjazz, straighter
Rhythm’n’Blues – man merkt, dass diese
Formation hier nicht das erste Betätigungsfeld der vier
für den Klang zuständigen Herren ist. Hörer
mit eingeschränkter stilistischer Toleranz mögen die
Vielseitigkeit innerhalb des Albums mit seinen 13 Songs vielleicht
beklagen, und ja, nicht jedes Stück wird vermutlich jeden
Geschmack treffen. Aber gut anzuhören sind sie alle, und das
ist doch schon mal was.
(lei)